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Rückblick


Film meets IT

Potsdam, 26. März 2015

„Mach mal YouTube!“: 10 Jahre nach dem Start der Video-Plattform hat die zweitgrößte Suchmaschine der Welt einen Wandel von zufälligen Momentaufnahmen hin zu professionellem User Generated Content durchlaufen. Doch wo liegen die Geschäftsmodelle in Zeiten von Multi Channel Networks (MCNs) für Produzenten? Darüber sprachen in der d-school des Hasso-Plattner-Instituts Christoph Krachten (Digitale Köpfe e.V.), Christian Meinberger (Studio 71) und Urs Kind (Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft). Moderiert wurde der Abend von Peter Effenberg (transfer media). Die Teilnehmer diskutierten Möglichkeiten der Monetarisierung von YouTube-Content, trafen Unterscheidungen zwischen Kino, TV und Videoportalen und zeigten den Medienschaffenden vor Ort zukünftige Entwicklungen auf.

Christian Meinberger stellte zu Beginn fest, dass sich die YouTube-Nutzung besonders durch Non-Linearität auszeichne. Es würden im Vergleich zum Kino oder Fernsehen andere Kennzahlen für den Erfolg gelten, wie Views, Klicks und Abonnements von Channels. Zugleich seien Konzept und Technologie gegenüber Kino oder TV völlig anders. Während Kino und TV durch einen ausufernden Technikeinsatz und hohe Kosten Hürden für die Kreativität schaffen würden, sei man bei YouTube, laut Christoph Krachten, weitaus freier in seinem Denken und Tun. Mit einfachsten Mitteln sei es möglich, qualitativ hochwertigen Content zu produzieren. Die Auswertung von Content, so Meinberger, sei bei Studio 71 durch den hohen Professionalisierungsgrad auch umgekehrt im TV denkbar.

Die zentrale Frage des Abends lautete jedoch: Wie helfen Multi Channel Networks bei der Vermarktung von YouTube-Content? MCNs bringen die YouTube-Stars über unterschiedliche Wege mit den Werbetreibenden zusammen. Die Pi-mal-Daumen-Regel lautet: 1000 Views entsprechen ca. 1$ Werbeumsatz. Mit dieser Formel ist es allerdings nicht getan, denn aus der Kombination von Marke, YouTube-Star, Botschaft und der potenziellen Reichweite, lassen sich einige Erlösmodelle ableiten. Ergänzend zur klassischen Werbeeinblendung als Post-/Pre- oder Mid-Roll werden u.a. Umsätze mit Product Placement und Affiliate Links generiert. Marken und Produkte werden in das Storytelling eingebettet oder direkt empfohlen. Eine Beteiligung des MCNs und des YouTubers kann beispielsweise beim Klicken eines Links im oder unter dem Video sowie beim anschließenden Kauf eines Produkts erfolgen. Krachten brachte das Beispiel von Gronkh und Sarazar an, die mit ihrem Format „Die Superhomies“ nach Nepal reisten, um dort die Originalschauplätze des Videogames „Far Cry 4!“ zu besichtigen, gesponsert von Ubisoft. Angesichts einer viel spitzeren Zielgruppendefinition waren sich die Gäste des Abends einig, dass die Werbepreise sich bald dem Fernsehniveau angleichen sollten. Durch die Kategorisierung in Special Interest-Angebote, wie Let´s Play, Beauty, Lifestyle, Science oder Tech, werde eine scharfe Zielgruppentrennung möglich. Ausblickend debattierten die Gäste über die Sicherstellung von Vielfalt in MCNs trotz des Einflusses von Werbetreibenden und die Verantwortung gegenüber einer jungen Zielgruppe. Als spannend wurde perspektivisch die Rolle von YouTube erachtet, sobald andere Wettbewerber wie Facebook eigenen Bewegtbild-Content anbieten und mit MCNs zusammenarbeiten würden.

Anschließend tauschten sich die Besucher beim Get Together aus.

Film meets IT ist eine gemeinsame Veranstaltung von transfer media und media.connect brandenburg.

Veranstaltung

26. März 2015
Hasso-Plattner-Institut, Hauptgebäude
Prof.-Helmert-Straße 2-3, D-School, 3.OG
14482 Potsdam

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