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Jahresrückblick Filmmuseum – Rückblick 2017 und Ausblick 2018

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1A, 14467 Potsdam,

Das Filmmuseum Potsdam in der historischen Mitte Potsdams zieht mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen jährlich viele Tausend Besucher aus der ganzen Welt und jeden Alters an. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ursula von Keitz fanden im Museum auch in 2017 Projektseminare des Master-Studiengangs „Filmkulturerbe “ statt. Studierende, Forschende und Lehrende der Filmuniversität arbeiteten auch wieder an Ausstellungen und Veranstaltungen des Hauses mit, so z. B. der Studiengang Szenografie an der Foyerausstellung „Welten erfinden“ und der Studiengang Filmkulturerbe an der Ausstellung „Münchhausen. Lügen in Agfacolor“. Die Zusammenarbeit unterstreicht, dass das Filmmuseum als In-Institut der Filmuniversität Babelsberg auch ein Lehrbetrieb ist.

Aus Anlass des 100. Jubiläums der Ufa- Firmengründung 2017 beleuchtete das Filmmuseum Potsdam in drei Foyerausstellungen wichtige Aspekte der künstlerisch innovativen wie turbulenten Geschichte des Unternehmens und unterstrich dabei die nachhaltigen Effekte auch für das heutige Kino. Im Mittelpunkt standen die Themen Star und Vermarktung mit der Ausstellung „Hans Albers. Das Mannsbild der Ufa“ (18.05.- 03.09.2017), Mythos, Alltag und Moderne mit der Schau „Die Nibelungen“ (07.09. – 03.12.2017) sowie Farbe und Trick, mit der Ausstellung „Münchhausen. Lügen in Agfacolor“ (noch bis zum 25.02.2018). Die Ausstellungen wurden und werden noch bis Ende Februar 2018 von einer Filmreihe begleitet.

2018 plant das Filmmuseum im Foyer des Hauses eine Präsentation zum DDR-Filmplakat 1945 – 1990, die zweite Schau nimmt unter dem Titel Home Movie Come Back den Familien- und Amateurfilm gestern und heute in den Blick und die Herbstschau widmet sich Arbeits- bzw. Transformationsprozessen Vom Trickfilm zum Experimentalfilm des Medienkünstlers Lutz Dammbeck. Zum Kinostart von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wird es im Foyer eine kleine Präsentation von Kostümen, Modellen und Szenenbildentwürfen geben.

Von Ende Januar bis Mai 2017 war eine Ausstellung mit Arbeiten des New Yorker Fotografen Sam Shaw (1912-1999) zu sehen. Präsentiert wurde bis zum 07. Mai 2017 eine Auswahl seiner Fotos aus verschiedenen künstlerischen Phasen – von frühen journalistischen Fotoaufträgen bis zu den berühmten Porträts, darunter so legendäre wie die von Marilyn Monroe. Zur Ausstellungseröffnung war die Shaw-Familie anwesend, die sein Erbe pflegt und öffentlich macht. Musikalisch umrahmt wurde der muntere Abend von dem Duo „Sam Loves to Travel“ aus Berlin. Etwa 6.000 Gäste besuchten die Ausstellung.

Noch bis zum 22. April 2018 verführt das Filmmuseum zum Tanz. Besucher*innen jeden Alters sind eingeladen, in die vielschichtige Welt des Tanzens einzutauchen. Die multimediale Ausstellung „Alles dreht sich…und bewegt sich. Der Tanz und das Kino“ zeigt das facettenreiche Wechselspiel von Tanz und Filmkamera, führt in den Ballsaal, die Disco, den Probenraum und auf die Bühne. Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme stellen den Tanz in Beziehung zu Politik und Hochkultur, zu Glamour, Kitsch und Undergroundbewegungen. Die Schau präsentiert ikonische Kostüme wie zum Beispiel ein Anzug von Ralph Fiennes aus dem Film „Onegin - Eine Liebe in Sankt Petersburg“. Kultfilme wie „Dirty Dancing“, „Saturday Night Fever“ sind zu erleben, aber auch Tanzfilme aus der frühen Stummfilmzeit. Die Schau führt auch in die versteckte Welt der Proben- und Backstage-Sphäre, die aufzeigt, welch harte Vorbereitung dem Tanz auf der Bühne üblicherweise vorangeht. Besucher können hier selbst an die Ballettstange treten und sich als Primaballerina versuchen. Besonders die begleitenden Filmveranstaltungen mit Gästen, Tanzpartys und Tanzstunden fanden und finden hier großen Anklang. Bis zum Ende des Jahres 2017 besuchten ca. 7.000 Gäste die Ausstellung.

Die Sonderausstellung „Mächtig gewaltig. Die Olsenbande im Museum“ soll vom 28.06.2018 bis zum 17.02.2019 zu erleben sein. Vierzehn Filme entstanden um das liebenswürdige dänische Gaunertrio „Die Olsenbande“, 2018 feiern wir ihr 50. Jubiläum! Die Ausstellung wird mit originalen Exponaten aus den Filmen die immer noch große Fangemeinde begeistern. Die Besucher werden ihren Helden Egon, Benny, Kjeld , Børge und natürlich Yvonne begegnen. Auch die Menschen hinter der Kamera werden vorgestellt. Das kleine, feste Team spielte eine wichtige Rolle im dänischen Kino und Fernsehen. Sie produzierten weit mehr, als nur die „Olsenbanden“-Filme. Ihre Arbeit wird ebenso vorgestellt. Ein hauptsächlicher Fokus der Ausstellung widmet sich der Frage, wie die dänischen Filme ein Teil der ostdeutschen Identität werden konnten. An ihre ungeheure Medienpräsenz in der DDR, weit über die Olsenbanden-Filme hinaus, wird die Ausstellung ebenso erinnern. An allererster Stelle steht jedoch der familienfreundliche, große Spaß, den die Filme auch heute immer noch bereiten. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock und unendlich vielen Leihgebern aus Dänemark und Deutschland. Ein umfassendes Begleitprogramm mit einer Retrospektive aller Teile in Kooperation mit dem rbb Fernsehen und ein Konzert mit Jes Holtsø, dem ehemals kleinen Børge sind geplant, auch einige Macher werden zu Gast im Filmmuseum sein.

Die zweisprachige ständige Ausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“, die unterhaltsam und interaktiv den Vorgang der Filmentstehung entlang der Geschichte der Babelsberger Filmstudios erzählt, bleibt auch 2017 ein Besuchermagnet, vor allem auch für ein internationales Publikum. Die Schau zählte 2017 ca.23.000 Besucher.

Die Einladung, im Rahmen des Kombi-Tickets, das Filmmuseum Potsdam, das Potsdam Museum, das Haus für Brandenburgisch-Preußische Geschichte und das Naturkundemuseum für 12 Euro zu besuchen, nahmen viele Gäste dankbar an.

Das Kino des Filmmuseums setzt in seinem Programm weiter auf einen Mix aus Vermittlung von Filmgeschichte in thematischen Reihen und Veranstaltungen und einer Auswahl herausragender aktueller Filme. Häufig laufen Filme in untertitelten Originalversionen, die ansonsten aufgrund der immer schnelleren Auswertungskette viel zu kurz oder gar nicht in Potsdam zu sehen wären. Begleitende Filmreihen zu den Ausstellungen und Stummfilmvorführungen, live begleitet an der denkmalgeschützten Welte-Kinoorgel aus dem Jahre 1929, gehören zum monatlichen Angebot. 

Besonders Veranstaltungen mit prominenten Gästen füllen regelmäßig den Kinosaal. 2017 zählten zu den Künstlern, die im Filmmuseum auftraten, die Regisseur/-innen Margarete von Trotta, Kevin Macdonald, Volker Schlöndorff und Dominik Graf, sowie die Schauspieler/-innen Annekathrin Bürger, Hanns Zischler, Michael Gwisdek, Nadja Uhl, Milan Peschel, Mark Waschke, aber auch Persönlichkeiten aus anderen Sparten, wie der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke.

Neben den bewährten Filmfestivals, „Jüdisches Filmfestival Berlin & Potsdam“ und „Berlinale Spotlight – Perspektive Deutsches Kino“, wurden 2017 im Filmmuseum Potsdam zwei neue Festivals ins Leben gerufen: Das Festival „HOLLYHOOD – Hip Hop & Social Justice“ im März 2017 war mit über 1.500 Besucher/-innen und Gästen aus allen Teilen der Welt ein Riesenerfolg. Ebenso das Festival „Moving History – Festival des historischen Films Potsdam“ im September 2017, das mit begleitendem wissenschaftlichen Symposium, einer Masterclass und Werkstattgesprächen auf 1.450 Besucher/-innen kam. Die Fortsetzung beider Festivals ist in Planung.

Seit dem Sommer kooperiert das Filmmuseum Potsdam mit dem Museum Barberini und zeigt begleitend zu den dortigen Ausstellungen Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme und präsentiert Künstlergespräche. Besucher/-innen erhalten dafür wechselseitig ermäßigten Eintritt.

2017 startete auch eine Kooperation mit dem rbb Fernsehen. Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Jubiläen werden Spielfilmklassiker ausgesucht, die erst im Filmmuseum Potsdam auf der großen Leinwand gezeigt und mit Gesprächsrunden, von Knut Elstermann moderiert, kombiniert werden und anschließend per Fernsehausstrahlung zu sehen sind. Unter dem Namen „Second Screen“ wird diese Reihe im nächsten Jahr fortgesetzt. Anlässe sind dann u.a. die runden Geburtstage von Istvan Szabo, Hermann Beyer und Ursula Werner.

Der Förderverein des Filmmuseums Potsdam unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dieter Wiedemann unterstützt das Filmmuseum bei der Ausrichtung seiner Ausstellungen und Veranstaltungen und ist im Kinoprogramm mit der Reihe „DOK-Filmnachmittag“ und der Carte Blanche vertreten.

Weitere thematische Schwerpunkte von Film- und Veranstaltungsreihen waren zum Beispiel Luther-Filme, eine Werkschau von Helke Misselwitz, die Weimarer Klassik im Film und Italienische Filmdiven. Die vielfältigen Kinoveranstaltungen wurden 2017 insgesamt von etwa 24.700 zahlenden Gästen besucht.

Das kommende Kinojahr beginnt mit einer neuartigen Reihe von Live-Stummfilmevents, den »Flimmerkonzerten«, zu denen das Potsdamer Musiker-Duo CEEYS auch Gastmusiker empfängt. Zum Stadtgeburtstag »1025 Jahre Potsdam« können sich die Potsdamerinnen und Potsdamer regelmäßig auf historische Stadtaufnahmen im Programm freuen – einige davon bislang unbekannt.

Im Rahmen der Medienbildungsangebote war mit Analyse von Literaturverfilmungen, Spionage-, Kurz- und Musikfilmen, Propaganda oder auch Medizin im Film – die Themenpalette der im Jahr 2017 angebotenen Workshops begleitend zu den Ausstellungen und unabhängig davon sehr vielfältig. Auch praktische Filmübungen wurden nicht nur von Schülergruppen gern gebucht.

Im Frühjahr und Herbst fanden traditionell die Jugendfilmfestivals Cinéfête, Cinescolar und Britfilms in Sondervorstellungen am Vor- und Nachmittag statt, die auch 2018 hoffentlich wieder zahlreiche Jugendliche in unseren Kinosaal führen werden. Darüber hinaus war und ist das Filmmuseum Partner und Spielort der Schulkinowochen, von Filmernst und des Kinderfilmfestes im Land Brandenburg.

Ab 2018 dürfen sich Vorschulkinder auf eine spannende Entdeckungsreise mit experimentellen Kurzfilmen freuen. Das Filmmuseum Potsdam übernimmt den vom Deutschen Filmmuseum Frankfurt/Main entwickelten und von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms „Kunst und Spiele“ entwickelten „Mini Film Club“ als Tandempartner. Mit im Boot wird zunächst die AWO-Kita „Kinderhafen“ sein. Ziel ist, dieses aus acht spielerisch-kreativen Workshops bestehende Programm dauerhaft für die Jüngsten anzubieten.

Zu den wichtigsten Neuerwerbungen der Sammlungen des Filmmuseums zählen unter anderem Nachlässe des bekannten Kameramanns Claus Neumann, des Szenografen Günther Petzold, des Regisseurs und Publizisten Ullrich Kasten, der Aufnahmeleiterin Christel Kruse und der Regisseurin Rita Arendt sowie die Sammlung des Ufa-Kameramannes Emil Schünemann. Ferner wurden ein seltener 70mm-Projektor Showscan und Amateurfilme aus Ost- und Westberlin übernommen.

Sukzessive werden in den folgenden Jahren mit einer neuen Software alle Daten der Sammlungsobjekte in einer Bestandsdatenbank migriert und verknüpft, so dass der Zugriff auf die Sammlungsbestände digital ermöglicht wird.

2017 wurde das kooperative (Filmmuseum, Brandenburgischer Museumsverband und Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken am LHA) Drittmittel-Forschungs- und Digitalisierungsprojekt „Regionale Bilder auf Filmen“ (1950 – 1990) abgeschlossen.

Stammgäste und hoffentlich viele neue Besucher des Filmmuseums können sich auf ein ereignisreiches Jahr 2018 mit spannenden Gästen, einem vielfältigen Filmprogramm und anspruchsvollen Ausstellungen freuen. Außerdem wird das Filmmuseum Potsdam auch weiterhin Wissenschaft, Forschung, Vermittlung und Unterhaltung zu einem attraktiven, kulturellen Publikumsangebot in der Stadt Potsdam verbinden.

 



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