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Rückblick


Crossmedial Crossmedial

Berlin, 13. März 2012

Nach einer Idee der UFA Film & TV Produktion lud media.connect brandenburg am 13. März in die Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund zum crossmedialen Brunch. Mit den Panellisten aus Print, TV, Werbung, Games und Film spiegelte die Diskussionsrunde die Vielfalt im media.net wider und begab sich auf die Suche nach Innovationen im crossmedialen Storytelling.

Dass Crossmedia und Transmedia nicht mit Multimedia zu verwechseln seien, machte Prof. Dr. Susanne Stürmer schon in ihrer Eröffnungsrede deutlich. Es handele sich hierbei nicht um die Ausbreitung von klassischen Formaten auf andere Plattformen, sondern um den Aufbau eines Storyuniversums, das den Konsumenten ein ganzheitliches Unterhaltungskonzept liefert. Weiterhin „ist diese Art der Contentproduktion nicht die alleinige Zukunft der Medienbranche", jedoch werde das Brückenschlagen zwischen den verschiedenen Medienbereichen im Licht technischer Entwicklungen und des veränderten Mediennutzungsverhaltens zunehmend wichtiger.

Daran knüpfte Kristian Costa-Zahn an, Head of Creation bei den Innovationsschmieden der UFA Film & TV Produktion, dem UFA lab und UFA Interactive. Er berichtete von seinen Erfahrungen bei der Umsetzung cross- und transmedialer Projekte, wie z.B. dem erfolgreichen „Wer rettet Diana Foxx?". Gleichzeitig betonte er, dass die transmediale Umsetzung nicht für jeden Stoff geeignet sei und der Inhalt die transmediale Umsetzung bestimmen sollte.

Laut der Beschreibung von Peter Holzapfel von Crytek, haben Gamesunternehmen im Bezug auf Crossmedialität einen der besten Ausgangspunkte, aufgrund der Technikaffinität und Aktivität der User. Da Crytek die Entwicklungstechnik der Community frei zur Verfügung stellt, wird die Story der Spiele auf anderen Plattformen weitergesponnen und auch von Filmdevelopern neu erzählt.

Im Egmont Ehapa Verlag finden laut Marc Bürger klassische Formate, wie Mickey Mouse und Wendy auf der digitalen Ebene weiter statt und verändern „die internen Workflows zunehmend". Interdisziplinäre Teams und Partnerschaften bereits in der Konzeptionsphase sind keine Seltenheit mehr.

Die Vorstellung der Formate des Musiksenders tape.tv bestätigten, dass es nicht mehr viel crossmedialer geht. Und Conrad Fritzsch denkt weiter in die Zukunft: Dass in Humanized Technologies die Zukunft liegt, ist nicht neu. In der Informationsflut wird die Sehnsucht nach guten Filterfunktionen immer stärker. „TV wird personalisiert und social. Die Metaebene darüber heißt Entschleunigung."

Florian Schindler, Geschäftsführer der internationalen Agentur BBDO, berichtete, dass sich vor kurzem selbst die Werber noch nicht einig waren, ob crossmediale Umsetzung von Projekten nur ein nettes Add-on zur klassischen Werbung sei. Doch seit sich die neue Generation von Konsumenten auf anderen Kanälen bewegt, musste auch über neue Strategien nachgedacht werden. Als crossmediales Paradebeispiel nannte er die Kampagne HBO Voyeur. „Doch dass ich Ihnen ein Beispiel von vor vier Jahren vorzeige, heißt, dass es in diesem Bereich noch viel Entwicklungsspielraum gibt."

Crossmediales Erzählen erfordert genaues Zuhören sowie die Erkenntnis was die Nutzer wollen und wie sie ticken. Darin war sich die Runde, moderiert von Dr. Joachim Huber vom Tagesspiegel einig. Doch es steckt noch in den Kinderschuhen. Da crossmediale Formate nach einem anderen Mediennutzungsverhältnis der Mehrzahl der Konsumenten verlangen, kann man sie noch nicht monetarisieren. Diese Entwicklung ist, nicht zuletzt durch den Fortschritt in der Entwicklung der Endgeräte auf dem Vormarsch. Doch solange noch kein Geld damit verdient werden kann, wird man wohl noch weiter experimentieren müssen.

Veranstaltung

13. März 2012
10:00
Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund
Berlin