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FILM meets IT I

Potsdam, 13. März 2013

Zur ersten Film meets IT-Veranstaltung des neuen Jahres am Abend des 13. März 2013 und gleichzeitig zum 2. Geburtstag der Reihe kamen mehr als 60 Gäste in den illustren Requisitenfundus des Studio Babelsberg. Nach einem kleinen Rundgang von Herrn Düwel (Art Department) durch den Requisitenfundus begann das Gespräch, moderiert von Olaf Jacobs (Produzent), mit der Frage nach der Relevanz von Second Screen, also die Nutzung paralleler Angebote während des TV-Konsums.

Alle Gäste des Podiums - Dr. Sascha Friesike (Institut für Internet und Gesellschaft), Rainer Hassenewert (Head of Research UFA Film & TV Produktion) und Thomas Donker (Programmdirektion/Zukunftsprojekte rbb) - waren sich einig, dass der Markt für Second Screen-Angebote in Deutschland bisher noch sehr klein ist, aber mit großen Wachstumsraten zu rechnen ist. Jeder versucht auf seine Weise und mit den verfügbaren Mitteln darauf zu reagieren.

Die UFA, vertreten durch Rainer Hassenewert, bezieht bei der Entwicklung von Formaten, auch immer social media mit ein. Eigene Youtube-Channels oder Apps für erfolgreiche Serienformate als zuschauerbindendes Element gehören zum Alltag. Für die UFA sind diese Angebote keine Konkurrenz zum TV, in dem Gespräch oft auch „First Screen“ genannt, sondern eine Ergänzung, die besonders bei Castingsshows und Serien erfolgreich ist.

Herr Donker vom rbb erläutert die Gratwanderung, die man als öffentlich-rechtlicher Sender mit Sendeauftrag gehen muss. Selbstverständlich wird mit der Entwicklung neuer Zusatzangebote wie z.B. interaktiven Talkshows versucht, die junge Zielgruppe, die TV als Zweitmedium nutzt, zu gewinnen. Des Weiteren werden Angebote angedacht, Kommentare via SMS oder Twitter auf gesonderten Videotexttafeln zu veröffentlichen. Herr Donker träumt vom Aufbau einer starken Community von rbb-Formaten, die auch als Trendsetter fungiert, doch er weiß, dass das ein „Knochenjob“ ist. Er betonte auch die Vorteile von HbbTV, da diese Angebote noch dichter am Fernsehgerät lägen. Zusammen mit dem IRT entwickelt der rbb dazu schon Applikationen.

Sascha Friesicke sieht derweil eine starke Entwicklung weg vom Fernseher hin zu Zweitgeräten wie Smartphone oder Ipad. Er betont, dass die Bedeutung von IPTV stetig wachsen wird, so zeigt es auch die Entwicklung in den USA. Die steigende Nachfrage wird auch den Ausbau der Infrastruktur (Glasfasernetze) fördern und diesen Vertriebsweg attraktiver machen.

Die Frage nach dem Geldverdienen beantwortete Herr Hassenewert von der UFA damit, dass dei UFA derzeit 99% des Umsatzes mit reinen TV-Angeboten macht. Er kann sich aber vorstellen, in einer Weiterentwicklung der Second Screen-Services auch Werbung einzubinden. Dies ist jedoch nur möglich nur bei starken Marken und bei Angeboten, die wirklich einen exklusiven Mehrwert bieten.

Grundsätzlich ist dieser neue Markt besonders für die Werbeindustrie interessant, da eine gezieltere Ansprache möglich ist. Die Frage, ob die Werbung auf den Second Screen zur echten Konkurrenz, verneinten alle Redner. Ziel sei es, immer besser zu werden und nicht Google oder anderen das Feld zu überlassen.

FILM MEETS IT ist eine Veranstaltung von transfer media und media.connect brandenburg am und für den Medienstandort Babelsberg mit dem Ziel, gemeinsames Verständnis zu schaffen, voneinander zu lernen und konkrete Projekte anzuschieben.

Ihre Ansprechpartnerin:

Rebecca Roth
Netzwerkmanagerin

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